Auf 80 Jahre Vereinsbestehen blickten die Mitglieder und Freunde des Reit- und Fahrvereins „Fritz Sümmermann“ Fröndenberg im Jahr 2004 zurück. Beim Jubiläumsball im Restaurant „Il Campo“ des Golf Club Neuenhof wurde am 20. November 2004 dieses Großereignis gefeiert.

In intensiven Gesprächen über die Gründung des Vereins im Jahre 1924 bis hin zum Jahr 2004 konnten sich Reiterinnen und Reiter, Freunde und zahlreiche Gäste aus benachbarten Vereinen und Politik an manches Ereignis erinnern. Anhand einer Videoschau stellte sich der Reiterverein von damals und heute dar. So wird man daran erinnert, dass Fritz Sümmermann von Gut Korten zusammen mit Fritz Höppe, Heinrich und Fritz Hennemann, Leopold, Wilhelm und Karl Schulte, Fritz Homberg, Heinz Wiehage und Otto Rotthauwe die Gründungsmitglieder waren.

Im Winter wurde damals bei Sümmermanns in der Feldscheune geritten , im Sommer dort auf der Weide oder man traf sich auf der Weide von Familie Schulte-Stentrop.

Es wurden Turniere in Balve, Unna, Rhynern, und Neheim–Hüsten in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg besucht . Die Reiter ritten dorthin oder aber sie fuhren mit dem Kutschwagen. Der erste Reitlehrer war Fritz Höppe.

Am 16.12.1963 verstarb Fritz Sümmermann . Er war fast 40 Jahre 1. Vorsitzender unseres Vereins. An seinem 1. Todestag, im Dezember 1964, wurde uns die Ehre zuteil, unseren Vereinsnamen zu Ehren des langjährigen Vorsitzenden unseres Vereins, des Provinzialverbandes und der FN zu ändern in :
Reit- und Fahrverein „Fritz Sümmermann“ Fröndenberg e.V.

Das älteste und Jahrzehnte aktive Mitglied ist Paul Steinweger. Als älteste Reiterin ist Frau Elisabeth Klesener unserem Verein als Mitglied und Sponsorin treu und auf unseren Reitturnieren und Festlichkeiten dabei.

„Die ländliche Jugend ritt vornehmlich in den frühen Jahren und auch noch lange nach dem zweiten Weltkrieg,“ berichtet Paul Steinweger und er ist erfreut, dass das Vereinsgeschehen von den positiven Aspekten der Vergangenheit weiterhin geprägt wird.
Als Vorstandsmitglieder und aktive Reiter haben neben Paul Steinweger und Ernst Lange sowie Heinz Wiehage, Wilhelm Prünte, Heinz Drössler, Reitlehrer Friedrich-Karl Heimann, Werner Sprungmann und Friedhelm Borgmann den Verein in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Im Jahr 2003 wurde die Leitung einvernehmlich an die nächste Generation mit Jörg Dransfeld, Heinrich Plaas-Beisemann, Thomas Löer und Andrea Schlief übergeben.

Das erste Turnier des Vereins wurde in den Neimener Wiesen 1947 durchgeführt. Ab 1952 trafen sich die Reiter zu Wettkämpfen in den Ruhrwiesen hinter dem Lokal Schneidersmann. In den sechziger Jahren traf man sich zum Training und anderen Vereinsaktivitäten auf der Wilhelmshöhe am Bismarckturm in Fröndenberg-Strickherdicke, unweit der heutigen Vereinsanlage. 1966 erbauten sich die Reiter mit viel Eigenleistung die erste Reithalle im Wiesengrund in Fröndenberg. Nahezu 30 Jahre bis zum Abriss der Halle im Sommer 1995 war hier die Trainingsstätte der Reiter.
Im Juni 1995 fand auch das letzte Turnier in den Ruhrwiesen statt.

Mit dem Neubau der Vereinsreithalle im gleichen Jahr in Fröndenberg-Strickherdicke auf dem Hof Plaas-Beisemann, stand dort auch ein entsprechendes Turniergelände zur Verfügung. Im Juni 1996 weihten die Mitglieder mit dem ersten Turnier an der neuen Reithalle, die wiederum mit großem Einsatz aus eigenen Reihen entstand, das neue Zuhause ein.

Im Jahr 1999 veranstalteten die Fröndenberger zwei Reitturniere an der neuen Anlage. Mit der Ruhrolympiade, dem Kreisturnier und dem ersten Geländeritt am Hof Plaas-Beisemann konnte das Image weiter verbessert und der Verein weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt werden.

Dafür sorgten zuvor schon die vielen guten Mannschaftserfolge unter dem Reitlehrer Friedrich Karl Heimann auf Kreis und Landesebene. Herausragende Mannschaftserfolge waren der  Gewinn der Provinzialstandarte 1977, der Westfälischen Dressurmannschaftsmeisterschaft 1983 und der Westfälischen Mannschaftsmeisterschaft im Springen 1987.

Das Turniergeschehen im Jahr 2002 wird ebenfalls in die Geschichte des Vereins als Höhepunkt eingehen. Zunächst veranstalteten die Fröndenberger ihr traditionelles Reitturnier am dritten Wochenende im Juni. Zudem wurde unser Verein ausgewählt, im September des gleichen Jahres die Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften im vielseitigen Reiten der westfälischen Jugend durchzuführen. Ein Highlight, an das sich die Fröndenberger und die Gäste aus Westfalen gern erinnern.

Neben den bedeutenden Mannschaftserfolgen bis zum heutigen Tag sind zahlreiche Einzelerfolge bis hin zu Europameisterschaften in der Vereinsstatistik zu erwähnen.